Wavepurity Adventskalender

Öffnen Sie jeden Tag ein Türchen. Hier warten 24 kleine Tipps und Tricks auf Sie, die Ihnen den Umgang mit der Software WavePurity erleichtern und Ihnen kleine Ratschläge zum Thema Audiorestauration geben.

08. Dezember 2017

 

Video Tutorial: Audio Aufnahmen im Editor bearbeiten

Dieses Tutorial gibt Ihnen einen Übersicht über die Bearbeitungsmöglichkeiten im Wavepurity Audio Editor.

Zum Bereich des Audio Editors folgen weitere Tutorials zu bestimmten Teilthemen des Audio Editors.

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Tipps & Tricks: Schallplatten mit WavePurity schneller aufnehmen

Ist es möglich, Schallplatten mit WavePurity in einer schnelleren Geschwindigkeit aufzunehmen, um Zeit zu sparen? Entstehen dabei Qualitätsverluste?

Ja, WavePurity kann abweichende Schallplattengeschwindigkeiten der Audioaufnahme nachträglich korrigieren. Dies geschieht durch eine hochwertige Neuabtastung des Audiosignal, auch Resampling genannt. Es gibt zwei Anwendungsfälle:

  1. Sie wollen als Anwender Zeit bei der Digitalisierung sparen und nehmen deshalb Langspielplatten mit 45 U/min statt mit 33,3 U/min auf.
  2. Sie möchten alte 78 U/min Platten digitalisieren und Ihr Plattenspieler unterstützt diese Drehzahl gar nicht mehr.

Eine Option zur Geschwindigkeitskorrektur finden Sie WavePurity Wellenform Editor unter dem Registerblatt „Geschwindigkeit“.

Wenn Sie Langspielplatten mit 45 U/min statt der regulären 33,3 U/min digitalisieren, geht dies technisch natürlich. Es gibt aber zwei Probleme:

  1. Die schnellere Abtastung der Schallplatte erhöht alle Tonfrequenzen um einen Faktor 45 / 33,3 = 1,35. Für das Abtastsystem und die Abtastnadel bedeutet dies, dass eine höhere Grenzfrequenz verarbeitet werden muss, welche die Systeme ggf. technisch aber nicht erreichen können.
  2. Sollten Sie darauf achten, dass die spätere Rückkonvertierung 45 nach 33,3 per Software eine Verringerung der Digitalisierungsgrenzfrequenz um den Faktor 33,3 / 45 = 0,74 mit sich bringt.

Wenn Sie z.B. mit 44100 Hz aufzeichnen, liegt eine Grenzfrequenz von 22050 Hz vor (halbe Abtastfrequenz). Wenn Sie nun noch eine Korrektur 45 -> 33,3 ausführen (Faktor 0,74), dann verringert sich die Grenzfrequenz auf 16317 Hz. Das ist für das menschliche Ohr gerade noch zu verkraften, aber lange keine HIFI Qualität mehr.

Um diesen Verlust der hohen Frequenzen bei der Geschwindigkeitskorrektur zu vermeiden empfiehlt es sich also, zunächst bei der Digitalisierung eine höhere Abtastrate zu wählen, 48000 Hz oder besser noch 96000 Hz. Nach erfolgter Geschwindigkeitskorrektur im Editor führen Sie dann – auch wieder im Editor – eine Formatkonvertierung 96000 nach 44100 Hz durch.

Viele Grüße
Ulf Schönherr
WavePurity Team