Wavepurity Adventskalender

Öffnen Sie jeden Tag ein Türchen. Hier warten 24 kleine Tipps und Tricks auf Sie, die Ihnen den Umgang mit der Software WavePurity erleichtern und Ihnen kleine Ratschläge zum Thema Audiorestauration geben.

10. Dezember 2017
Ist MP3 für die Audio-Restauration geeignet?

Das wohl am meisten verbreitete platzsparende Audioformat ist MP3. Ist dieses Format eigentlich für die Audio-Restauration geeignet?

Nun, pauschal läßt sich das nicht beantworten. Als Zielformat zur Abspeicherung der Ergebnisse der Audio-Restauration ist MP3 auf jeden Fall geeignet, insbesondere dann, wenn man das eigene Musikarchiv platzsparend gestalten möchte.

Als Quellformat bzw. Zwischenformat für die Digitalisierung des Musiksignal ist MP3 nur sehr bedingt geeignet. Im Falle der Restauration von Schallplatten ist es als Zwischenformat nahezu ungeeignet.

Die Grundunverträglichkeit zwischen MP3 als Eingangssignal der Audio-Restauration und den Audio-Restaurations-Filtern besteht darin, dass MP3 durch die ihm typische psychoakustische Datenreduktion das Signal sehr stark "glättet" bzw. auch "verschmiert". Das führt dazu, das insbesondere kleine Signalstörungen wie Knistern und Knacken von Schallplatten von der MP3 Datenkompression "geglättet" werden. "Glätten" heißt aber hier noch lange nicht "unhörbar".

Wird als eine Schallplatte direkt als MP3 aufgenmommen und wendet man im Anschluß die Filter zum Entknistern und Entknacken bzw. Rauschminderung an, erreichen diese nur eine ungenügende Qualität, da die Algorithmen dieser Filter auf das Eliminieren von echtem Knistern und Knacken optimiert sind und nicht auf das Eliminieren von bereits geglätteten Störsignalen.

Fazit: Als Zwischenformat für das Digitalisieren von Schallplatten also lieber das WAVE Format benutzen. Als Zielformat nach erfolgter (vollständig durchgeführter) Audio-Restauration kann dann MP3 als Archivformat genutzt werden.

Viele Grüße
Ulf Schönherr
WavePurity Team