Wavepurity Adventskalender

Öffnen Sie jeden Tag ein Türchen. Hier warten 24 kleine Tipps und Tricks auf Sie, die Ihnen den Umgang mit der Software WavePurity erleichtern und Ihnen kleine Ratschläge zum Thema Audiorestauration geben.

18. Dezember 2017
Spezielle Audio Effekte in WavePurity.

WavePurity beinhaltet einige digitale Filter, mit deren Hilfe spezielle Effekte in das überarbeitete Audiosignal hineingemischt werden können.

Hierbei gibt es einige Filter, die bewusst Verzerrungen oder Störungen erzeugen, um damit einen Effekt zu erreichen. Typische Beispiele sind hier Tremolo und Vibrato Effekt, welche durch gezielte Schwankungen von Amplitude oder Audiofrequenz einen Klangeffekt erzielen.

Andere Filter wiederum versuchen mehr Dynamik und Klangfülle in das Signal zu bringen. Echo und Hall sind hier ganz typische Vertreter.

Ein gern genommenes Filter dieser Kategorie ist die Dynamik Kompression, welches eine dynamische, schnell reagierende Amplitudenanpassung von einem großen Amplitudenbereich am Eingang auf einen kleineren Amplitudenbereich am Ausgang oder umgekehrt erzielen. Ein Zusammenpressen des Amplitudenbereichs bewirkt einen interessanten Effekt: das menschliche Ohr empfindet diesen Klang dann als fülliger, dynamischer, rasanter. Deshalb wird das Filter gern dazu verwendet, um Klangfülle insbesondere bei Rock und Popmusik zu erzeugen. Die meisten Radiosender setzen heutzutage ebenfalls „dezente“ Dynamik Kompressoren ein, damit der Klang im typischen Zielmedium – dem Autoradio – eben etwas besser und fülliger klingt.

Stereoverbreiterung ist ein weiteres Effektfilter, welches die Basisbreite eines Stereosignals künstlich erweitert.

Neu seit Version 6 ist die Möglichkeit, auch VST Plugins in WavePurity einzubinden. Damit können Sie viele aus WaveLab gewohnte Filter und Effekte auch in WavePurity als Wiedergabe-Effekt oder Filter im Editor anwenden.

Ebenfalls neu seit Version 6 ist ein Plugin für WavePurity Professional, welches mit dem Verfahren Faltungshall (engl. auch Impulse Response Reverb) einen realistischen Raumklang erzeugen kann. Grundprinzip dieses Verfahrens ist, dass man die Antwort eines Raumes (z.B. einer Kirche) auf einen akustischen Impuls (z.B. ein lauter kurzer Knall) digital aufzeichnet. Es entsteht dabei auch eine Wave Datei. Verrechnet man nun ein im Studio aufgenommenes (trocken klingendes) Musikstück mit dem Verfahren "Faltung" mit der Impulsantwort Wave Datei einer Kirche, dann kling das bearbeitete Hallsignal "exakt" so, als wäre es wirklich in dieser Kirche gespielt worden.

Viele Grüße
Ulf Schönherr
WavePurity Team